Klosterareal Pluggendorf

FAQs – Fragen und Antworten

Das Plangebiet umfasst ca. 3,6 ha und liegt am südöstlichen Rand des Münsteraner Stadtteils Pluggendorf im Stadtbezirk Mitte. Das Areal wird im Osten durch die vier-, bzw. fünfspurige Weseler Straße begrenzt. Im Süden verläuft der Kolde-Ring (B54) und im Norden grenzen Privatgrundstücke in einer Blockstruktur an das Planungsgebiet. Im Westen grenzt das Areal an das neue Provinzhaus der Vorsehungsschwestern.

Die LVM Versicherung ist Eigentümerin der Fläche und wird diese im Rahmen des zu erstellenden Bebauungsplans entwickeln.

Auf dem „KlosterAreal Pluggendorf“ sind an den vielbefahrenen Straßen Kolde-Ring und Weseler Straße Büro- und Mischnutzungen vorgesehen. Im Quartiersinneren soll Wohnraum geplant werden, der durch verschiedene gewerbliche Nutzungen wie Büros, kleinere Läden etc. ergänzt wird. Auch eine Kita soll auf dem Areal untergebracht werden.

Es wird davon ausgegangen, dass auf dem Areal bis ca. 300 Mietwohnungen unterschiedlicher Größenordnungen geschaffen werden können.

Die Erschließung wird über den Kolde-Ring und die Weseler Straße erfolgen.

Die Gebäude im Inneren des Areals sollen drei bis vier Geschosse, zzgl. Dach/Staffelgeschosse  aufweisen. Am Kolde-Ring sowie an der Weseler Straße sind auch höhere Gebäude (Solitäre) mit acht bis zwölf Geschossen denkbar.

Zunächst erfolgt  ein Werkstattverfahren, um ein erstes städtebauliches Grundgerüst für das Areal zu finden, das alle wichtigen Aspekte vereint. Danach wird ein Bebauungsplan aufgestellt, bis das Gelände rechtskräftig bebaut werden kann. Die LVM Versicherung geht derzeit von einem Baubeginn im Jahr 2022 aus.

Das derzeitig bestehende ehemalige Provinzhaus der Vorsehungsschwestern und die Nebengebäude werden zurückgebaut.

Die Integration von qualitativen Freiräumen und Grünverbindungen ist ein zentraler Aspekt, den die Teams in ihren Entwürfen aufzeigen müssen. Dabei gilt es auch, den erhaltens- und schützenswerten, im westlichen Bereich des Areals liegenden Grünstreifen als Bestandteil zu erhalten. 

Auf dem Areal wird es eine Kita geben, um den maßnahmenbezogenen Bedarf an Betreuungsangeboten zu decken.

In Übereinstimmung mit dem Münsteraner Modell der Sozialgerechten Bodennutzung wird ein Anteil von 30 Prozent der Nettowohnbauflächen als geförderter Mietwohnraum realisiert. Weitere 30  Prozent sollen als förderfähiger Mietwohnraum umgesetzt werden. 

Bei diesem Verfahren werden renommierte und kreative Stadtplanungs-, Architektur- und Landschaftsarchitekturbüros eingeladen, konkurrierend städtebauliche Entwürfe in einer vorgegebenen Zeitspanne unter festgesetzten Rahmenbedingungen (siehe Aufgabenstellung) zu erarbeiten. Ein Begleitgremium aus Vertretern der LVM-Versicherung, der Stadt Münster sowie externen Expertinnen und Experten bewertet die Arbeiten und wählt schließlich einen Entwurf aus, der die Grundlage für das Bauleitplanverfahren bildet. 

In einem Bebauungsplan werden die Art und Weise sowie die Nutzungen der möglichen Bebauung des Grundstücks festgesetzt. In diesem Zusammenhang wird auch das Verhältnis von bebauter und freizuhaltender Fläche geregelt. Dieser Plan mit textlicher Begründung wird durch den Rat der Stadt Münster als Satzung beschlossen und ist damit rechtskräftig. 

Aufgrund der Corona-Pandemie gewinnen derzeitig digitale Beteiligungen an Bedeutung, um trotz der Kontaktbeschränkungen, die Ideen, Wünsche und Bedenken der Bürgerinnen und Bürger zu erhalten. In diesem Werkstattverfahren erfolgt die Online-Beteiligung über eine Kartenanwendung, auf der zu unterschiedlichen Kategorien und zu verschiedenen Fragestellungen Anregungen direkt verortet werden können. Sie können sich auch über Kommentare mit Ihren Mitbürgerinnen und Mitbürgern zu einem Thema austauschen. 

Die LVM Versicherung ist die Eigentümerin der Fläche und wird diese auch bebauen. Die Stadt Münster steht aufgrund der Bedeutung des Areals als kooperative Partnerin zur Seite. Das Werkstattverfahren wird von dem Stadtplanungsbüro scheuvens + wachten plus aus Dortmund betreut, organisiert und durchgeführt. 

Innerhalb des Werkstattverfahrens gibt es verschiedene Möglichkeiten sich als Bürgerin und Bürger in den Prozess einzubringen. Zunächst werden die direkt an das Plangebiet angrenzenden Bewohnerinnen und Bewohner mittels Postwurfsendung über die Entwicklung und das Verfahren informiert. Gleichzeitig erhalten sie mit einer vorgefertigten Postkarte die Möglichkeit, bereits vorab Anregungen, Ideen und Bedenken zu versenden. Die Online-Beteiligung steht allen Interessierten der Stadt Münster zur Verfügung, um Hinweise und Wünsche direkt in einer Karte zu verorten und so dem Prozess und die Aufgabenstellung für die Teams mitzugestalten. 

Aufgrund der Corona-Pandemie können die bekannten klassischen Beteiligungsformate derzeit nur eingeschränkt umgesetzt werden. Zum Schutz aller Beteiligten erfolgt die Partizipation nun vorranging digital über diese Projektwebseite. Hier gibt es unter anderem die Möglichkeit, sich in der Onlinebeteiligung vom 11.06. – 28.06.20 einzubringen und die Ideen direkt auf einer digitalen Karte zu verorten. Die Anwohnerinnen und Anwohner erhalten zudem eine Postwurfsendung mit integrierter Postkarte, die für Anregungen zum Versand genutzt werden kann. Die Ergebnisse der entwerfenden Teams werden im Anschluss auf dieser Webseite allen zur Verfügung gestellt. Zudem ist geplant, die Präsentationen auf dieser Webseite über Videos online zu stellen.

Sie haben auch eine Frage zum Projekt? Schreiben Sie uns!